#ÖRMDIARY

Nicht nur wir bereiten uns schon intensiv auf den #ÖtztalerRadmarathon2020 vor sondern auch ihr steckt schon mitten in den Vorbereitungen.

Soll ich mich überhaupt registrieren? Geht sich das alles mit dem Training, dem Job & der Familie aus? In den nächsten 40 Wochen werfen wir einen Blick in die Gedankenwelt eines Ötztaler-Teilnehmers! #ÖRMDIARY

Ötztaler Radmarathon 2020

#6 „Noch schnell ein Hotelzimmer buchen“

Heute hatte ich einen Gedanken. Keinen schlechten Gedanken. Nein, einen ganz wichtigen Gedanken. Auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich mit am Start des 40. Ötztaler Radmarathons dabei sein darf. Es wäre ratsam und sinnvoll, mich jetzt schon um ein Quartier in Sölden zu kümmern. Genau das habe ich mir gedacht. Wer weiß ob ich Mitte März oder sogar erst im Juni eine feine Bleibe nahe dem Zentrum bekommen werde. Wenn 4.000 Starter nach Sölden kommen werden, möglicherweise nicht allein, dann sind die circa 11.000 Gästebetten im Ort schnell belegt und nicht mehr verfügbar. Natürlich könnte ich in die Nachbargemeinden Längenfeld, Umhausen oder Oetz ausweichen. Will ich aber nicht. Ich will mitten im Geschehen sein. Mittendrin statt nur daheim. Und auf ein Last-Minute-Angebot will ich mich auch nicht verlassen. Noch schnell ein Hotelzimmer buchen, das war mein Gedanke. Jetzt schon. Fünf Monate vor dem Event. Ein paar Tage Sölden. Es soll sich auszahlen. Akklimatisieren, Expo und Rahmenevents besuchen, plaudern, Gondel fahren, James Bond 007 Elements Museum am Gaislachkogl besichtigen, die höchste Straße im Ostalpenraum am Rettenbachferner hochklettern und den besten Kaiserschmarrn am Timmelsjoch genießen. Je länger ich nachdenke, desto wichtiger ist es jetzt schon ein Zimmer zu buchen. Im schlimmsten Fall bin ich als Zuseher in Sölden.

Ötztaler Radmarathon 2020

#5 „Der Monat der Hoffnung“

Schaltjahr. 2020 ist ein Schaltjahr. Der Februar hat somit einen Tag mehr. Das heißt einen Tag länger warten. Warten ohne Ende auf ein Happy End. Die Zeit bis Mitte März ist eine Zeit der Leere. Der Hoffnung. Werde ich Ende August in Sölden am Start sein? Wenn es um mich geht ja. Aber ich habe da wenig zu melden. Göttin Fortuna hält die Fäden in der Hand. Sie bestimmt. Das Schicksal wird es bestimmen. Ich bin zuversichtlich und gleichzeitig rechne ich mit einem Recall bei der Zweitverlosung. Was die Sache nicht wirklich einfacher und entspannter macht. Die aktuelle Ungewissheit ist schon eine große Herausforderung. Psychisch wie auch körperlich. Eine Verlängerung bis in den Juni hinein? Bitte nicht. Ich hätte es gerne jetzt schon schwarz auf weiß. Dann könnte ich sofort mit dem Training anfangen. Meine Neujahrsvorsätze endlich in die Tat umsetzen. Konsequenter und bestimmter sein. Mich ordentlich fordern. Im Vergleich zu meinem derzeitigen Gemüt ist das Warten auf das Christkind wie monotone Grundlagenausdauer. Fad. Kann denn nicht jetzt schon Mitte März sein und können nicht jetzt schon alle Karten am Tisch liegen?

Ötztaler Radmarathon 2020

#4 „Das Griss um die Startplätze“

Warum gibt es so viele Anwärter auf einen Startplatz beim Ötztaler Radmarathon? Die Organisation spricht von 15.000 Registrierungen. Warum soll ausgerechnet ich einen dieser begehrten Startplätze bekommen? Ich habe im Leben bisher noch nie etwas gewonnen. Spiele seit einer halben Ewigkeit Lotto. Nur Nieten getippt. Ein Vermögen verspielt. 4.000 Glückliche soll es in Sölden geben. Und jede Menge Gerüchte. Die einen melden gleich die gesamte Verwandtschaft an, andere melden sich im Team an um ihre Chancen zu erhöhen. Ich bin jetzt kein Mathematiker, aber was soll das bringen? War ich jetzt schon drei Mal angemeldet und habe ich jetzt Anspruch auf einen Startplatz? Ich weiß es nicht. Habe den Überblick verloren. Warum gibt es so viele Anwärter auf einen Startplatz beim Ötztaler Radmarathon? Warum wollen so viele beim schönsten und bestens organisierten Radmarathon im Alpenraum dabei sein? Könnten einige davon nicht woanders starten? Um meine Chancen zu erhöhen, Ende August dabei sein zu können? Das wäre mir gegenüber sehr nett.

Ötztaler Radmarathon 2020

#3 „Die Registrierung“

Die Wohnung ist schon seit Tagen voller Post-it. Überall Klebezettel. Gelbe, blaue, rote und orange Notizen. In meinem Terminkalender ist der Februar mit mehreren Erinnerungen programmiert. Das Datenvolumen für mein mobiles Internet ist sicherheitshalber verdoppelt worden. Die Standleitung einem Check unterzogen. 2 MB Upload Geschwindigkeit. Sollte reichen. Mein Kopf ist voller Eselsbrücken. Siri in Alarmbereitschaft. Stand-by auf Dauer. Das gesamte soziale Umfeld ist angehalten, mich zu erinnern. Ich will auf keine Fälle die Registrierung zum Ötztaler Radmarathon verpassen. Am 1. Februar geht’s los. Es ist mir vollkommen egal, ob ich dazu vier Wochen Zeit habe. Ich muss tun, was ein Ötztaler Radmarathon Anwärter tun muss. Ich muss mich registrieren. Und zwar gleich zu Beginn der Registrierungsphase. Ich will dabei sein. Ich muss dabei sein. Name, Adresse, Email, Trikotgröße, Verein, Fahrradmarke. Alles ist bereits minutiös und im Detail aufgelistet. Mein Spickzettel für das spätsommerliche Glück im Ötztal. Und dann gehe ich in die Kirche. Um zu beten. Dazwischen drücke ich mir 29 Tage lang die Daumen. Bis zur erlösenden Email von der Organisation.

Ötztaler Radmarathon 2020

#2 „Das Wintertraining“

Sommersportler werden im Winter geformt. Also jetzt. Aktuell. Wir haben ja Winter. Welcher nicht radelnde Philosoph hat diese paradoxe Weisheit von sich gegeben? Draußen ist es kalt, dunkel, windig und glatt. Und es sind noch mehr als 7 ½ Monate bis zum 30. August 2020. Außerdem fehlt mir noch die Hauptmotivation: Der sichere Startplatz. Will ich den Ötztaler Radmarathon bestehen, sollte – nein muss also jetzt trainieren? Einfach so ins Blaue hinein. Warum eigentlich? Damit die 30 km hinauf auf das Timmelsjoch nicht im Stehen vergehen? Damit sich die letzten 10 km hinauf zur rettenden Passhöhe Kehre für Kehre nicht unendlich lang anfühlen und damit der nachfolgende Gegenanstieg zur Mautstelle nicht zur senkrechten Hürde wird? Ich überlege. Vielleicht steckt in dieser paradoxen Weisheit doch ein Stück Wahrheit. Vielleicht ist das ein erster Schritt. Ein wichtiger. Vielleicht. Dann gehe ich jetzt trainieren, denn Sommersportler werden im Winter geformt und die Fabelzeiten beim Ötztaler Radmarathon mit dazu.

Ötztaler Radmarathon 2020

#1 „Neujahrsvorsätze der Ötzi-Anwärter“

Mehr trainieren. Noch mehr trainieren. Härter trainieren. Noch härter trainieren. Das Klettern perfektionieren. Beim Material upgraden. Sitzposition analysieren und verbessern. Und abnehmen. Natürlich! Gewicht verlieren. Watt pro Kilogramm Körpergewicht steigern. Optimieren. Dann noch die Ernährung umstellen. Kein Zucker. Viel weniger Süßes und auch beim Alkohol öfters einmal Nein sagen.. Ötzi-Anwärter wissen nämlich ganz genau: Theoretisch gesehen ist der Weg zur persönlichen Fabelzeit beim Ötztaler Radmarathon ein recht einfacher. Jahr für Jahr. Teilnahme für Teilnahme. Viele könnten. Noch mehr würden. Einige werden sogar. Die vielen Neujahrsvorsätze der Ötzi-Anwärter*innen sind leise Kampfansagen. Sie sind Wünsche und Träume. Moment. Etwas fehlt noch. Der Startplatz. Das verschafft Zeit. Zum Glück. Und die Neujahrsvorsätze werden vorerst bis in den März hinausgeschoben.

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