Etappe 14

Hochjochhospiz (2.412 m) - Brandenburger Haus (3.274 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, Pfad

Anforderungen:

Trittsicherheit, Grundmaß an Schwindelfreiheit, hochalpine Erfahrung; Bergweg schwarz, abschnittsweise alpine Route

Schwierigkeiten:

Passage über den Kesselwandferner (Spalten); Bergführer empfohlen

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung, Steigeisen, Pickel je nach Verhältnissen; in jedem Fall Seil; anseilen am Gletscher

Gehzeit:

rund 3 1/2 Std.

Höhenunterschied:

rund 850 Hm Aufstieg

Höchster Punkt:

3274 m

Entfernungskilometer:

rund 5,5 km

Übernachten, einkehren:

Hochjochhospiz, Brandenburger Haus

Quereinstieg, -ausstieg:

von Vent durch das Rofental zum Hochjochhospiz (rund 2 ½ Std. Aufstieg, rund 2 Std. Abstieg)

Tagestipp: Dahmannspitze (3397 m) vom Brandenburger Haus (rund 30 Min. Aufstieg, rund 20 Min. Abstieg); Trittsicherheit, Schwindelfreiheit erforderlich; Routenverlauf größtenteils über meist schneebedecktes, spaltenfreies Eisfeld; Steigeisen, Pickel, Seil in der Regel nicht erforderlich; Bergweg schwarz

Anmerkung: Fantastische Sonnenuntergangstour.


Zum majestätischen Gletscherschloss

Majestätisch thront das Brandenburger Haus in 3274 Meter Höhe auf einem Felsen über dem Kesselwandferner inmitten der Ötztaler Hochgebirgswelt bei Vent. Das höchstgelegene Alpenvereinsschutzhaus der Ötztaler Alpen wird ehrfurchtsvoll als Gletscherschloss bezeichnet. Alle Zustiegsrouten führen über ewiges Eis, bei der Tour vom Hochjochhospiz zum Brandenburger Haus müssen wir den Kesselwandferner überqueren.
Zunächst freilich wandert man hinter der Hütte in weiten Serpentinen gemütlich den recht steilen Wiesenhang hinauf. Später wird der Wegverlauf steiler, wir können unser Ziel nun bereits erkennen. Der gute Steig quert dann praktisch eben einen abschüssigen, felsdurchsetzten Hang und leitet anschließend wieder deutlicher empor. Eindrucksvoll fallen die Blicke hinab zu den Spalten und Eisbrüchen des Kesselwandferners aus.
Bis in etwas mehr als 3000 Meter Höhe ist man dem Deloretteweg gefolgt, jetzt wird der flache, spaltenreiche Gletscher betreten. Die Route lässt sich gut finden, denn Hüttenwirt Thomas Pirpamer markiert sie mit deutlich sichtbaren Stangen, die er - den jeweiligen Verhältnissen anpassend - zwischendurch umsteckt. Anseilen stellt aber ein unerlässliches Erfordernis dar! Eine gute Stunde dauert die Passage im ewigen Eis Richtung Westen bzw. Nordwesten.
Im Schlussabschnitt der Tour geht es schließlich durch Blockwerk die letzten Meter den Felsen empor zum Brandenburger Haus. Nun heißt es, Lage und Panorama genießen. Die Weißkugel, der vielleicht schönste Berg Tirols überhaupt, ist eines der unzähligen optischen Highlights.

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